Leev Fastelovendsjecke,

auch in diesem Jahr hat der Orden der KG „Jecke Märjelingener“ wieder einen besonderen Hintergrund.
Nicht nur der Karneval hat in Marialinden eine lange Tradition. Seit mehr als 100 Jahren ist in Marialinden eine Institution vertreten, die nicht mehr wegzudenken ist. Zwei Weltkriege, mehrere Wirtschaftskrisen, viel Elend und Leid wurden besiegt und überstanden. Für Marialinden und seine Bürger, wie sicherlich für alle in Deutschland und den Rest der Welt eine harte Zeit. Doch in Marialinden war alles ein bißchen anders. Die angesprochene Institution leistete zu jeder Zeit Hilfe, Trost und Beistand, zuerst im alten Krankenhaus, später, ab 1972 im Altenheim: Der Orden der Franziskanerinnen aus Salzkotten bei Paderborn.

Bekannt und stets beliebt waren alle Schwestern des Ordens bei den Marialindener Bürgern. Allen Schwestern gebührt Dank und Anerkennung für die Leistungen in ihren Funktionen. Deswegen möchte die KG zum einen das Altenheim mit der Widmung dieses Ordens ehren, als Dank im Namen aller Marialindener Bürgerinnen und Bürger.
Eine Schwester jedoch hat sich zusätzlich zu ihren sozialen Aufgaben im Altenheim noch dem Karneval als Brauchtumspflege gewidmet. Sie geht auf die Bühne mit Theaterverein und Kirchenchor, managt die Karnevalsveranstaltungen im Altenheim, ist immer für ein Späßchen zu haben. Ihre spontane Fröhlichkeit, ihre treffenden Witze, beleben Herz und Zwerchfell zu jeder Zeit. Kurz gesagt: Seit Jahren ist sie aus dem Marialindener Karneval nicht mehr wegzudenken:

Schwester Ruth.


Freche Franziskanerin in Marialinden

aa. Die KG „Jecke Märjelingener“ bleibt der Tradition treu, den Vereinsorden einer verdienten Persönlichkeit oder Einrichtung zu widmen. Diesmal ist es Franziskanerin Ruth und mit ihr das Altenheim Maria Hilf. Die Schwester widmet sich dem Fasteleer in den Vereinen und im Heim. Der von Werner Pütz gestaltete Orden zeigt im Hintergrund den Marialindener Dom in der rechten, das Altenheim in der linken Hälfte. Mitten darin Schwester Ruth.

Bergische Landeszeitung vom 03. Februar 2001